Wie vielfältig Gesundheitsförderung in der Bodenseeregion heute gedacht und umgesetzt wird, zeigte sich am 8. Mai 2026 in Lindau. In der Eil.Gut.Halle verlieh die IBK zum neunten Mal ihren Preis für Gesundheitsförderung und Prävention. Ausgezeichnet wurden Projekte, die Menschen zusammenbringen, Teilhabe ermöglichen, Gesundheitskompetenz stärken oder neue Wege in Beratung und Prävention gehen.
Das Interesse war groß: 158 Projektteams aus vier Ländern hatten sich beworben. Nationale Jurys nominierten daraus 25 Projekte für die Endrunde. Eine internationale Hauptjury wählte schließlich in fünf Kategorien jeweils drei Preisträger aus. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 30.000 Euro vergeben.
Der Preis macht sichtbar, wie breit das Engagement in der Vierländerregion Bodensee ist – von ehrenamtlich getragenen Begegnungsangeboten über Gesundheitsförderung an Schulen bis hin zu digitalen Unterstützungsformaten für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Die Preisträger
In der
Kategorie «Herz und Haltung» ging der erste Preis an
«Das Mehr-als-Generationencafé» des Vereins Ahna & Ähne aus Vorarlberg. Das Projekt schafft Begegnungen zwischen Jung und Alt und setzt damit ein Zeichen gegen Einsamkeit. Ebenfalls ausgezeichnet wurden der «Erinnerungsbaum für Sternenkinder» aus Baden-Württemberg und «Helfen in Seelischer Not» aus Bayern.
Für seine langjährige Verankerung von Gesundheitsförderung im Schulalltag erhielt
«Klasse2000 – stark und gesund in der Grundschule» aus Bayern den ersten Preis in der
Kategorie «Stabil und etabliert». Die weiteren Preise gingen an «Voilà Thurgau – Erweiterung der Beteiligungsmöglichkeiten» aus der Schweiz und den «Kids Buin – Kletterturm» des Vorarlberger Kinderdorf Vereins.
In der
Kategorie «Frisch gedacht!» überzeugte der Escape Room
«Drive Out» aus der Schweiz. Er vermittelt Präventionsthemen spielerisch und emotional wirksam. Auf den weiteren Plätzen folgten «Good vibes only» der Offenen Jugendarbeit Bregenzerwald aus Vorarlberg und «BäM – Boxen für ältere Männer» aus Baden-Württemberg.
Der erste Preis in der
Kategorie «Blickpunkt Mensch» ging an
«MY PERSPECTIVE» des Vereins Peer-Campaigns aus der Schweiz. Das Projekt fördert Partizipation und gesundheitliche Chancengleichheit. Ausgezeichnet wurden außerdem «Mind-Spring» aus Baden-Württemberg und «Streetwork Liechtenstein» der Stiftung Sovort Liechtenstein.
In der
Kategorie «Gesundheit 4.0» gewann die «
Digitale Streetwork im Bereich Sucht» aus Bayern. Das Projekt zeigt, wie niedrigschwellige Beratung und Unterstützung auch im digitalen Raum gelingen können. Der zweite Preis ging an «GesundSozial.digital» des Landratsamts Lörrach aus Baden-Württemberg, der dritte Preis an die Plattform «find help» des Ostschweizer Forums für Psychische Gesundheit.
Zwei Tage volles Programm
Die Preisverleihung war Teil eines zweitägigen Programms in Lindau. Bereits am Vortag kamen die nominierten Projektträgerinnen und Projektträger zum «Tag der Nominierten» zusammen. Dort stellten sie ihre Initiativen in Kurzpräsentationen vor, tauschten Erfahrungen aus und beschäftigten sich in einem Workshop mit der Frage, wie gerade ehrenamtliche Projekte ihre Sichtbarkeit erhöhen können.
Ein besonderer Programmpunkt war der Kolleg:innen-Preis: Die nominierten Projekte wählten dabei selbst ihr favorisiertes Projekt. Ausgezeichnet wurde «MY PERSPECTIVE», das damit neben dem ersten Preis in der Kategorie «Blickpunkt Mensch» eine weitere Würdigung erhielt.
Mit dem IBK-Preis für Gesundheitsförderung und Prävention stärkt die IBK-Kommission Gesundheit und Soziales Projekte, die gesellschaftliches Miteinander, Prävention und Teilhabe fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders auch Menschen, die einen erschwerten Zugang zu Gesundheitsangeboten haben.
Weitere Informationen zu allen nominierten Projekten gibt es unter
ibk-gesundheit.org.