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E-Charta Bodensee - gemeinsam elektrisch unterwegs in der Vierländerregion

 

Vision am 27.6.2019 von den Regierungschefs beschlossen

Die E-Charta Bodensee bringt die Elektromobilität auf einen grenzüberschreitend vernetzten Weg. Sie enthält eine gemeinsame Vision und Handlungsgrundsätze, die von möglichst vielen Unternehmen, Organisationen und Initiativen aus der Bodenseeregion unterstützt werden sollen. 

 
 Bild: Workshop E-Charta, Konstanz 20.2.2019

Workshop E-Charta, Konstanz, 20.2.2019

 

 

1. Vision

In der internationalen Bodenseeregion wird das Potenzial der Elektromobilität zur Erreichung eines nachhaltigen Energie- und Verkehrssystems vorbildlich ausgeschöpft. Richtig eingesetzt, tragen elektrische Antriebe dazu bei, dass das Verkehrssystem im Bodenseeraum in Einklang mit Umwelt- und Klimaschutzzielen steht und positiv zu Klimaschutz, verbesserter Luft- und Wasserqualität sowie Lärmreduktion beiträgt – auch in einer Lebenszyklusperspektive.

Zur Erreichung dieses Ziels haben die Regierungschefs der ibk-Mitgliedsländer und -Kantone folgende Unterziele formuliert:

  • Die Elektromobilität wird mit 100% erneuerbarer Energie betrieben.
  • Die Elektromobilität ermöglicht im Zusammenspiel mit Fuß- und Radverkehr, öffentlichen Verkehrsmitteln und Sharing-Angeboten ein nachhaltiges Verkehrssystem.
  • Die öffentliche Hand, einschließlich der Regierungen, sowie wichtige Wirtschaftszweige bekennen sich zur E-Charta und unterstützen diese.

Elektrizität wird das Rückgrat unseres künftigen Energiesystems sein. Erneuerbarer Strom kann in der Mobilität je nach Einsatzgebiet auch für die Herstellung von Wasserstoff oder synthetischer Treibstoffe zum Einsatz kommen.

 

2. E-Charta

Die E-Charta zeigt den Weg zur Erreichung der Vision bis 2025 auf. Die E-Charta dient der Förderung der Vernetzung und Zusammenarbeit der Akteure im Bereich Elektromobilität und dem Lernen aus Best-Practices. Sie bietet den Rahmen zur Koordination grenzüberschreitender Aktivitäten und einen Überblick geeigneter Ansprechpersonen. Auf ihr fußt die Legitimation und Selbstverpflichtung der Träger, aber auch die Kommunikation und Sichtbarmachung vorbildlicher Maßnahmen. Die finanziellen und personellen Handlungsspielräume jedes Trägers werden respektiert. Das Thema Elektromobilität entwickelt sich schnell, daher ist eine inhaltliche Weiterentwicklung der E-Charta innert 2025 und darüber hinaus möglich.

3. Handlungsfelder zur Umsetzung - machen Sie mit!

Energieversorger

  • Wir setzen uns ein für den Betrieb von Ladeinfrastruktur mit 100% erneuerbarer Energie
  • Wir setzen uns ein für den Aufbau einer grenzüberschreitend nutzbaren öffentlichen, diskriminierungsfreien Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.
  • Wir berücksichtigen Standards und länderspezifische Empfehlungen, insb. bezüglich Steckersystemen, Authentifizierung und Abrechnung.
  • Wir bauen lokale und erneuerbare Stromproduktionskapazitäten aus, um schrittzuhalten mit dem Bedarf der Mobilität.
  • Wir machen aktiv auf unsere klimafreundlichen Angebote aufmerksam.
  • Wir beraten Kunden in Bezug auf Ladeinfrastruktur für unterschiedliche E-Fahrzeuge.

Arbeitgeber

    • Wir nehmen Einfluss auf die Mobilität unserer Mitarbeitenden (und, soweit sinnvoll, unserer Kunden), unterstützen Sie beim Umstieg auf die E-Mobilität und setzen Anreize für die Nutzung des ÖV, Fuß- und Radverkehrs, sowie von Sharing-Angeboten und Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb.
    • Wir setzen uns dafür ein, unsere Flotten soweit möglich mit erneuerbar erzeugtem Strom zu betreiben und die übrigen Emissionen unseres Geschäftsverkehrs zu kompensieren.
    • Wir lernen voneinander und orientieren uns an den besten Lösungen, auch über Branchengrenzen hinweg.
    • Wir streben eine regionale oder landestypische Umwelt-/ Energie- oder Klimazertifizierung an und beziehen dabei die Mobilität ein.
 

Mobilitätsanbieter

  • Wir setzen uns für die Elektrifizierung unserer Verkehrsmittel ein und betreiben diese mit aus erneuerbarer Energie erzeugtem Strom (Bus, Zug, Schiff, Carsharing-, Taxi-, und E-Bike/Fahrrad-Angebote).
  • Wir setzen uns ein für attraktive Rad/ E-Bike-Infrastrukturen, sowie Sharing- und On-Demand-Angebote als Ergänzung zum vorhandenen ÖV und als Angebot für die „letzte Meile“ an unseren Haltestellen.
  • Wir setzen uns ein für grenzüberschreitend gültige und nutzerfreundliche Tarifstrukturen/ Abonnemente, insb. für den Pendlerverkehr und unsere Gäste und die dazugehörigen digitalen Vertriebswege.
  • Wir machen aktiv auf unsere klimafreundlichen Angebote aufmerksam und kommunizieren positive Klimaeffekte, sowie grenzüberschreitende Tarife und deren Gültigkeiten.

Tourismusakteure

  • Wir kommunizieren aktiv das nachhaltige Energie- und Mobilitätsangebote für Gäste und Betriebe sowie deren Mehrwert für Erlebnis und Umwelt.
  • Wir informieren und motivieren unsere Partner und Mitglieder über Best-Practices im Zusammenhang mit Elektromobilität, ÖV, Fuß- und Radverkehr sowie Sharing-Angeboten auf dem Land und dem Wasser. 
  • Wir setzen uns dafür ein, wo möglich Erfahrungen zu teilen, Angebote zu verknüpfen, den Bedarf für Angebote seitens Einheimischer und Gäste zu klären und Nutzungsbarrieren zu senken durch Information und Beratung.
  • Wir kommunizieren die E-Charta aktiv als Ausdruck des Modellcharakters der Bodenseeregion.
 

Öffentliche Hand

  • Wir streben beim Erlass rechtlicher Rahmenbedingungen an, Hemmnisse für die Elektromobilität abzubauen und sinnvolle Anreize für deren Einsatz bei allen Verkehrsträgern (Straße, Schiene, Wasser) zu setzen.
  • Wir berücksichtigen bei der Planung und Umsetzung öffentlicher Ladeinfrastruktur deren grenzüberschreitende Nutzerfreundlichkeit (insb. Authentifikation, Steckertypen und Abrechnung).
  • Wir priorisieren (soweit sinnvoll) bei der Beschaffung von Fahrzeugen, Mobilitäts- oder Transportdienstleistungen E-Fahrzeuge, die möglichst mit aus erneuerbarer Energie erzeugtem Strom betrieben werden sollten.
  • Wir informieren die Öffentlichkeit und stellen zielgruppenspezifische Informationen bereit.
  • Wir stehen im Kontakt mit allen Akteuren und fördern die Abstimmung und Koordination.
  • Wir streben, wo sinnvoll, die Berücksichtigung der Elektromobilität in Strategien und Konzepten zu Energie, Klima und Verkehr, sowie in vorhandenen landestypischen Zertifizierungen (z.B. EEA, E5) an.

 

Ansprechpersonen

  • Birgit Grebe, Amt für Verkehr des Kantons Zürich, Projektleiterin IBK-Strategie E-Mobilität

    E-Mail: birgit.grebe@vd.zh.ch, oder Telefon: +41 43 259 54 04.

  • Klaus-Dieter Schnell, IBK-Geschäftsführer
    E-Mail: schnell@bodenseekonferenz.org, oder Telefon: +49 7531 52 722

 

IBK-Strategie zur Elektromobilität in der Bodenseeregion

Die E-Charta Bodensee ist eine erste Massnahme zur Umsetzung der Strategie Elektromobilität. Basis dafür war eine Strategiestudie Elektromobilität in der Bodenseeregion (2018), die viele Materialien und Ergebnisse von Interviews mit regionalen Akteuren enthält.

Charta und weitere Massnahmen der Strategie E-Mobilität sind Bestandteil der IBK-Strategie 2018-2022.

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