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Coronavirus in der Grenzregion

Coronavirus in der Bodenseeregion

(Stand 17.02.2021, 18:00 Uhr)

Harter Lockdown wird fortgesetzt – kleiner Grenzverkehr eingeschränkt

Der Lockdown zur Eindämmung der Pandemie wird in allen Ländern rund um den Bodensee fortgesetzt. Die Massnahmen unterscheiden sich je nach Land, sind im Kern aber ähnlich. Sie wirken sich teils erheblich auf den kleinen Grenzverkehr aus. Was wo zu beachten ist erfahren Sie auf den offiziellen Corona-Seiten der Länder, Kantone und Landkreise.

Die Neuansteckungen sinken fast überall im Bodenseeraum weiter. Die 7-Tages-Inzidenz (Neuinfektionen letzte 7 Tage pro 100‘000 Ew.) liegt derzeit im deutschen Bodenseeraum bei 44, im Schweizer Teil bei etwa 73, in Liechtenstein bei 34 und in Vorarlberg bei knapp unter 70. Damit liegen die ersten Regionen erstmals unter der als besonders kritisch angesehenen Marke von 50. Regional sind aber immer wieder Anstiege zu verzeichnen, was mit den Virusvarianten zusammenhängen könnte. Das Infektionsgeschehen kann vielfach nicht klar nachvollzogen werden. Etliche Ansteckungen geschehen im privaten Bereich, teils gibt es Häufungen in Einrichtungen oder Betrieben. 

Neue Virusvarianten bereiten Sorge

In Deutschland wird der Shutdown bis 7. März verlängert mit den bisherigen Einschränkungen (z.B. bei privaten Treffen, FFP2-Maskenpflicht im ÖV, Einzelhandel). Baden-Württemberg und Bayern haben ihre Verordnerungen entsprechend verlängert. In beiden Länder sollen Grundschulen und Kitas ab 22.2. wieder unter Einschränkungen öffnen.
Österreich befindet sich im Lockdown, vorerst bis inklusive 17.2., mit möglicher Fortsetzung bis Ostern. Mit der 4.Covid-Schutzverordnung wurden vorsichtige Lockerungen gemacht (Schulen, Handel), verbunden mit Testpflichten oder FFP2-Maskenpflicht. Termine für körpernahe Dienstleistungen können mit negativem PCR- oder Antigen-Test gemacht werden. Generell werden viele Berufsgruppen regelmässig getestet. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben vorerst, auch Hotels und Gastronomie bleiben bis Ende Februar geschlossen.
In der Schweiz gelten bis Ende Februar weiterhin die vom Bundesrat beschlossen schärferen Massnahmen. Die Kantone haben teils strengere Regelungen eingeführt, die bei guter Entwicklung voraussichtlich Ende Februar entfallen.

Sorgen bereiten vor allem die beiden hochansteckenden Virusvarianten, die in Grossbritannien und Irland sowie in Südafrika zu einem raschen Wiederanstieg der Ansteckungen geführt haben. Mittlerweile ist auch im ganzen Bodenseeraum ein Teil der Neuansteckungen auf die britische Mutation zurückzuführen.

Auswirkungen auf die Grenzen

Nach wie vor stellen die Gesundheitsämter im IBK-Raum kein auffälliges Infektionsgeschehen über die Landesgrenzen fest. Das weitgehende Offenhalten der Grenzen für Grenzpendler oder familiäre Besuche bewährt sich bisher und soll auch in allen Ländern so fortgesetzt werden. Für regionale Alltagswege bestehen allerdings Einschränkungen. Teils gelten Testpflichten inzwischen auch für Pendler.

Was ist bei der Einreise zu beachten?

In jedem Fall müssen Einreisende beim Aufenthalt die gültigen Ausgangsbeschränkungen sowie Hygiene- und Abstandregelungen vor Ort einhalten!

Einreise nach Deutschland:

In Deutschland gilt ab 14.1.2021 die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes für Einreisen aus Risikogebieten, Hochinzidenzgebiete und Virusvariantengebieten (aktuelle Liste beim RKI) eine generelle Test- und Anmeldepflicht unter einreiseanmeldung.de. Für Risikogebiete – wozu u.a. auch A, CH und FL zählen – gibt es davon Ausnahmen, z.B. für den kleinen Grenzverkehr bei Aufenhalten unter 24h, bei Aufenthalten unter 72h (z.B. für Besuche von Verwandten in direkter Linie, Ehegatten, Lebensgefährten, für Berufsverkehr und für Grenzgänger). Für Hochinzidienz- und Virusvariantengebiete gibt es keine derartigen Ausnahmen (Infos der Bundesregierung für Reisende). Zur Testpflicht hat Bayern ergänzende Regelungen erlassen, u.a. eine wöchentliche Testpflicht für Grenzgänger.

Nach der Einreise gelten unmittelbar die Einreise-Quarantäneverordnungen der Länder: Baden-Württemberg  und Bayern. In Baden-Württemberg gilt nach wie vor die 24h-Regel für Besuche im kleinen Grenzverkehr – allerdings nicht mehr zu ausschließlich touristischen Zwecken oder zum Einkauf (Einkauf auf dem Heimweg von der Arbeit bleibt aber erlaubt). Auch Aufenthalte unter 72h z.B. für Besuche von Verwandten in direkter Linie, Ehegatten, Lebensgefährten, für Berufsverkehr und für Grenzgänger sind ausgenommen. Ebenso können wieder Einreisende, die an Corona erkrankt waren (bestätigt durch PCR-Test) und wieder genesen sind, von der Quarantäne befreit werden. Bayern erlaubt dagegen keine Ausnahmen. 

Einreisende sollten sich unbedingt vorgängig über die aktuellen Regelungen in Baden-Württemberg und Bayern informieren (Links s. unten).

Einreise nach Österreich: Derzeit müssen auch Grenzgänger negative Tests vorlegen und sich Anmelden

Für die Einreise nach Österreich gilt bis vorerst 7.2.2021 eine grundsätzliche Quarantänepflicht von 10 Tagen bei Einreise aus Risikogebieten, wozu u.a. Deutschland, die Schweiz und Liechteinstein gehören. Seit 15.1. ist die Einreise zwingend anzumelden über ein Online-Einreise-Formular; ein „Frei-Testen“ ist frühestens nach 5 Tagen mit negativem PCR- oder Antigentest möglich; Ausnahmen von der Quarantäne gibt es weiterhin – ab 10.2. jedoch nur nur noch mit wöchentlichem negativem PCR- oder Antigentest oder mit ärtzlichem Zeugnis – für regelmässige Pendler zu Arbeits- oder Studienzwecken, regelmässige Besuche der Familie oder Lebenspartner, berufliche Gründe, Güterbeförderung, unvorhersehbare und unverschiebbare familiäre Anlässe oder Personenbetreuung. Aktuelle Regelung im Detail: FAQ Land Vorarlberg.

Einreise in die Schweiz und nach Liechtenstein:

Ab dem 8. Februar 2021 besteht bei der Einreise in die Schweiz folgende Melde-, Test- und Quarantäne-Pflicht: Einreisende mit Bahn, Bus, Schiff oder Flugzeug (nicht mit Auto oder zu Fuss) aus Gebieten ohne erhöhtes Ansteckungsrisiko, müssen sich vorgängig unter swissplf.admin.ch anmelden. Grenzgänger aus Baden-Württemberg und Bayern sind von dieser Meldepflicht ausgenommen. Alle Einreisenden mit dem Flugzeug müssen zudem einen negativen PCR-Test (<72h) vorweisen.

Für alle Einreisende, die in den letzten 10 Tagen in einem Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko (s. Liste) ist die Anmeldung obligatorisch. Ebenso besteht Test- und Quarantänepflicht mit bestimmten Ausnahmen (z.B. im Transit, bei wichtigen und dringenden beruflichen und medizinischen Gründen, für Warenverkehr, bei Kultur- und Sportanlässen mit Schutzkonzept). Details siehe Covid-19-Verordnung "Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs".

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit verstärkt

Auch aufgrund der regionalen Zusammenarbeit konnten pauschale Grenzschliessungen in der zweiten Welle der Pandemie vermieden werden. Im Auftrag der IBK-Regierungschefs wurde die regionale Zusammenarbeit der Partner im Gesundheitswesen während der SARS CoV2-Pandemie verstärkt: regelmässiger Austausch der Gesundheitsämter, Abstimmung grenzüberschreitende Meldewege und Meldestellen, IBK-Webplattform für Behörden zum Austausch von Lageberichten, Testkonzepten oder Impfstragien (siehe IBK-Broschüre Dez. 2020, PDF, 3.2MB).

Die Corona-Pandemie führt deutlich vor Augen, dass Bedrohungen von Sicherheit und Gesundheit in der modernen Welt vielfach nicht mehr innerhalb von Landes­grenzen beherrschbar sind – erst recht nicht in einer hochvernetzen Grenzregion.

 

IBK-Linkliste Coronavirus in der Bodenseeregion

Linkliste Corona-Seiten Internationale Bodenseeregion

Folgende Adressen führen zu den offiziellen Informationsseiten der Staaten, Länder, Kantone und Landkreise zur aktuellen Situation und zu gültigen Bestimmungen in der Corona-Pandemie:

Deutschland

https://www.bundesregierung.de/coronavirus
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende  

Land Baden-Württemberg

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/   oder unter:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/uebersicht-fragen-und-antworten/

Landkreis Konstanz

https://www.lrakn.de/coronavirus 

Bodenseekreis

https://www.bodenseekreis.de/corona 

Landkreis Ravensburg

https://www.rv.de/coronavirus 

Landkreis Sigmaringen

https://www.landkreis-sigmaringen.de/coronavirus 

Nachbarkreise im Grenzraum:

WT: https://www.landkreis-waldshut.de/aktuelles/informationen-zum-neuartigen-coronavirus

: https://www.loerrach-landkreis.de/corona  

TUT: https://www.landkreis-tuttlingen.de/Aktuelles/Informationen-zum-Coronavirus 

VS: https://www.lrasbk.de/coronavirus

Freistaat Bayern

https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Landkreis Lindau

https://www.landkreis-lindau.de/Coronavirus 

Landkreis Oberallgäu

https://www.oberallgaeu.org/de/gesundheit-von-mensch-und-tier/gesundheitsamt/corona.html

Kreisfreie Stadt Kempten

https://kempten.de/corona-20314.html

 

Schweiz

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov.html

Kanton St. Gallen

https://www.sg.ch/tools/informationen-coronavirus.html

Kanton Thurgau

http://www.tg.ch/coronavirus

Kanton Schaffhausen

https://sh.ch/corona 

Kanton Appenzell Ausserrhoden

https://www.ar.ch/corona

Kanton Appenzell Innerrhoden

http://www.ai.ch/coronavirus

Kanton Zürich

https://www.zh.ch/de/gesundheit/coronavirus.html

Nachbarkantone im Grenzraum:

AG: https://www.ag.ch/de/themen_1/coronavirus_2/coronavirus.jsp

BS: https://www.coronavirus.bs.ch

BL: https://www.baselland.ch/corona

GR: https://www.gr.ch/coronavirus

 

Österreich

https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html

Land Vorarlberg

https://vorarlberg.at/corona

 

Fürstentum Liechtenstein

https://www.regierung.li/coronavirus

 

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit verstärkt

Auch aufgrund der regionalen Zusammenarbeit konnten pauschale Grenzschliessungen in der zweiten Welle der Pandemie vermieden werden. Im Auftrag der IBK-Regierungschefs wurde die regionale Zusammenarbeit der Partner im Gesundheitswesen während der SARS CoV2-Pandemie verstärkt: regelmässiger Austausch der Gesundheitsämter, Abstimmung grenzüberschreitende Meldewege und Meldestellen, IBK-Webplattform für Behörden zum Austausch von Lageberichten, Testkonzepten oder Impfstragien (siehe IBK-Broschüre Dez. 2020, PDF, 3.2MB).

Die Corona-Pandemie führt deutlich vor Augen, dass Bedrohungen von Sicherheit und Gesundheit in der modernen Welt vielfach nicht mehr innerhalb von Landes­grenzen beherrschbar sind – erst recht nicht in einer hochvernetzen Grenzregion.

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