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Sieben IBK-Förderpreise an Kulturschaffende der Sparte Malerei überreicht

7. November 2018 in Schaffhausen

Die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) verleiht ihre Förderpreise im Jahr 2018 in der Sparte Malerei. Die mit jeweils 10.000 Schweizer Franken dotierten Preise wurden heute (Mittwoch, den 7. November) feierlich auf der Haberhaus Bühne in der Stadt Schaffhausen vom IBK-Vorsitzenden und Regierungspräsidenten des Kantons Schaffhausen Christian Amsler überreicht.

Regierungspräsident Christian Amsler, Vorsteher des Erziehungsdepartements des Kantons Schaffhausen und IBK-Vorsitzender 2018, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Gemeinsamkeiten im Bodenseeraum, an denen die Kultur einen wesentlichen Anteil hat.
Margrit Bürer, Leiterin des Amtes für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden und Vorsitzende der IBK-Kommission Kultur sagte zu den in diesem Jahr ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern der Sparte Malerei: "Die Förderpreise sind eine substantielle Würdigung von Kunstschaffenden, die mit ihren Werken und ihrem Wirken den Blick für verschiedenste Horizonte öffnen."
Der diesjährige Juryvorsitzende, Roland E. Hofer, Leiter der Fachstelle für Kulturfragen des Kantons Schaffhausen und Mitglied der IBK-Kommission Kultur hob das Engagement der IBK für die Kultur hervor: „Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich, gerade nicht in Zeiten enger Budgets." Er dankte für das Vertrauen der IBK in die Arbeit der IBK-Kommission Kultur, die es ermöglichte, in diesem Jahr die Sparte Malerei in ihrer großen Spannbreite zu berücksichtigen: "Die Malerei rückt in den Fokus, ganz so, wie es für die diesjährigen Förderpreise der IBK sein soll."
 
Sieben Förderpreise für Kunstschaffende der Sparte Malerei
Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von einer internationalen Fachjury aus insgesamt 27 Nominationen ausgewählt. Die sieben jeweils mit 10.000 Schweizer Franken dotierten Förderpreise wurden heute auf der Haberhaus Bühne in Schaffhausen überreicht an:
  • Melanie Ebenhoch, nominiert vom Land Vorarlberg. Auszug aus der Jurybegründung: »Melanie Ebenhochs Malereien wirken auf eigentümliche Weise der Zeit entrückt. In Farbigkeit und Malweise generieren sie eine Atmosphäre vergangener Zeiten, und das, obwohl ihre Bildsujets […] fest im Heute verankert scheinen. […] Das selbst-ironische Spiel mit der Bestimmung von Malerei […] spricht von Ebenhochs nüchterner Auseinandersetzung mit Geschichte und Kontext ihres Mediums.«
  • Ray Hegelbach, nominiert vom Kanton Thurgau. Auszug aus der Jurybegründung: »Der […] Künstler schafft Arrangements, die überraschende Verbindungen zwischen klassischer Malerei und massenmedialen Erscheinungsformen herstellen. […] Zwischen comicartigen Wesen, Beethoven-Kitsch-Konterfeis oder Elementen verschnörkelter Bad Paintings mäandern Pseudo-Nachrichten aus der Welt der B-Promis. Ray Hegelbach macht seine Malerei zur Folie für eine spielerisch-abgründige Befragung unserer Gegenwart.«
  • Nadja Kirschgarten, nominiert vom Kanton Schaffhausen. Auszug aus der Jurybegründung: »Nadja Kirschgartens Bilder berühren unmittelbar. Die Lebendigkeit der Farben, die Ausdrucksstärke ihrer Malerei wirken als Impulsgeber ganz genau hinzuschauen. […] Kirschgarten malt selbstbewusste, ungezwungen nackte Frauen, sowie Tiere und Landschaften, ungebrochen in ihrer Ursprünglichkeit. Das ist überraschend, unerwartet und herausragend. Sie ermöglicht uns den ersten Blick auf die uns verwandten Wesen einer noch unvertrauten Kultur.«
  • Florina Leinß, nominiert vom Land Baden-Württemberg. Auszug aus der Jurybegründung: »Ausgangspunkt für die ästhetischen Untersuchungen der […] Künstlerin ist die uns umgebende industriell gefertigte Dingkultur. Zeichnerisch eignet sich Florina Leinß Formen seriell gefertigter und für die Funktion bestimmte Maschinenteile, Verkleidungen oder Werkzeuge an. […] Ihre Werke und Rauminstallationen fordern uns letztlich auch dazu auf, die Materialität und Oberflächen der uns umgebenden Dingwelt bewusster zu erfassen und uns der eigenen sinnlichen Existenz im Hier und Jetzt zu vergewissern.«
  • Fabienne Lussmann, nominiert vom Kanton Appenzell Innerrhoden. Auszug aus der Jurybegründung: »Lussmanns Bilder sind mit Intensität beobachtet, visuell aufregend und ansprechend in ihrer spontanen Unmittelbarkeit. Über das synthetische Papier, das sie als Bildträger oft benutzt, gleitet die locker gehandhabte Ölfarbe und legiert mit großer Leichtigkeit Material und Bildinhalt. […] 'Die Augen öffnen – und sie nochmals öffnen' – so beschreibt sie ihren Arbeitsprozess – und genau das ist es, was sie auch der Betrachterin ihrer Malerei schenkt: Visuelle Momente zu erleben, die für alle sichtbar und dennoch versteckt sind.«
  • Katherina Olschbaur, nominiert vom Land Vorarlberg. Auszug aus der Jurybegründung: »Für Katherina Olschbaur ist die Leinwand das Feld gleichermaßen für ein lustvolles Experimentieren mit und konsequentes Reflektieren von Form, Raum und Farbe. […] Die Konsequenz von Olschbaurs Werk in Bezug auf zutiefst malerische Interessen und Fragestellungen, die aber auch Raum lässt, immer wieder Haken zu schlagen und Ausreisser zuzu- und bestehen zu lassen, […] weckt die Neugier darauf, wohin sich ihr Werk entwickelt.«
  • Felix Stickel, nominiert vom Kanton St.Gallen. Auszug aus der Jurybegründung: »Stickel reflektiert auf hohem Niveau die materiellen Prozesse der Malerei und kombiniert sie mit seinen Recherchen zur Entstehung von Bildern wie auch zur Interdependenz von deren medialen Identitäten. [...] Damit ist das Werk Stickels von hoher Aktualität und verspricht eine überzeugende theoretische wie ästhetische Praxis, deren Erzeugnisse Kunstwerke im eigentliche Sinne sind: ein hochkomplexes und zugleich sinnlich zugängliches Geflecht von sich durchdringenden Ebenen, materiell wie geistig.«
 
IBK-Förderpreise
Die Förderpreise der IBK werden seit 1991 jährlich in wechselnden Sparten verliehen. Es können maximal sieben Preise in der Höhe von jeweils 10.000 Schweizer Franken vergeben werden. Ausgezeichnet werden Personen im Alter bis zu 40 Jahren mit einem herausragenden Potential im jeweiligen Kulturbereich.
Verantwortlich für die Vergabe ist die Kommission Kultur der IBK. Durchgeführt wurde die diesjährige Jurierung vom Kanton Schaffhausen. Den Juryvorsitz übernahm Roland E. Hofer, Leiter der Fachstelle für Kulturfragen des Kantons Schaffhausen und Mitglied der Kommission Kultur der IBK.
Jedes Mitgliedsland der IBK – Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein, Vorarlberg, die Kantone St.Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Zürich sowie Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden zusammen – hat unter Beizug von ausgewiesenen Fachleuten maximal drei Künstlerinnen und Künstler nominiert. Die Nominierten müssen einen biographischen Bezug zum jeweiligen Kanton oder Land aufweisen. Eine von den Mitgliedsländern und Mitgliedskantonen gewählte internationale Jury von acht ausgewiesenen Experten hat die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Ihr gehörten an: Patrizia Dander (Freistaat Bayern), Nicole Fritz (Land Baden-Württemberg), Stefanie Hoch (Kanton Thurgau), Rachel Lumsden (Kanton St.Gallen), Friedemann Malsch (Fürstentum Liechtenstein), Agathe Nisple (Kantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden), Leo Bettina Roost (Kanton Schaffhausen), Claudia Voit (Land Vorarlberg).

Anlässlich der Preisverleihung ist eine Publikation mit biographischen Daten, Laudationen und Werkauszügen erschienen. Diese kann in Kürze unter www.bodenseekonferenz.org/kultur heruntergeladen werden.

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